Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), zu dem auch der Regionalverkehr Dresden (RVD) gehört, will ab 1.November die Fahrpreise erhöhen. Das soll am Mittwoch zur Verbandsversammlung in der Dresdner Dreikönigskirche beschlossen werden. .
Doch gegen diese Pläne gibt es Widerstand aus Dresden. Der Stadtrat der Landeshauptstadt hat jetzt beschlossen, der Erhöhung nur dann zuzustimmen, wenn im Verkehrsverbund ein Mobilitätsticket für einkommensschwache Fahrgäste eingeführt wird. Die gleiche Forderung erhebt die Fraktion der Linken im Kreistag Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und hat für die heutige Sitzung einen Antrag vorbereitet.
Mobilität gewährleisten
Demnach soll der Landkreis die Staatsregierung auffordern, ein sachsenweites Sozialticket einzuführen. Und darüber hinaus soll das Landratsamt Verhandlungen mit dem Verkehrsverbund Oberelbe aufnehmen, um die regionale Realisierung eines solchen Tickets für Einkommensschwache zu prüfen. „Ziel muss sein, dass diese Menschen den öffentlichen Nahverkehr zum halben Preis nutzen können“, sagt Linken-Fraktionschef Falk Neubert. Er begründet das damit, dass die eingeschränkte Mobilität das größte Problem einkommensschwacher Menschen sei.
Einzelfahrt 10 Cent teurer
Dieses Problem dürfte sich mit der geplanten Preiserhöhung des VVO noch verschärfen. Der Preis für den Einzelfahrschein für maximal eine Stunde soll dann von 1,80 auf 1,90 Euro steigen. Das ist eine Erhöhung um sechs Prozent und damit relativ hoch. Begründet wird das damit, dass die Fahrkartenautomaten keine Fünf-Cent-Stücke nehmen. Zuletzt stieg der Preis für den Einzelfahrschein 2006, während die meisten anderen Tarife vor einem Jahr erhöht wurden. Bei den Zeitkarten beträgt die Steigerung zwei bis drei Prozent. So wird die Monatskarte für eine Zone zum Beispiel um einen Euro teurer. Nur für Kurzfahrten bleiben die Preise für die Viererkarte unverändert bei fünf Euro.
Der VVO begründet die Erhöhungen mit gestiegenen Kosten. So seien die Aufwendungen für Instandhaltung und Wartung um 17,5 Prozent in die Höhe geschnellt. Ein Hauptgrund seien die erhöhten Stahlpreise. Ein weiterer die höheren Personalkosten nach Tariferhöhungen. Im Vergleich zu Leipzig seien die Preise aber immer noch moderat, heißt es. Andere Verkehrsverbünde haben in diesem Jahr schon die Preise erhöht
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