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Jana Klameth (Sächsische Zeitung)
19. September 2009 Jana Klameth (Sächsische Zeitung)

Pro und Kontra zum Umbau des Pirnaer Schlosses

Die Frage ist: Soll der Landkreis selbst bauen oder sich über 25 Jahre mit einer Firma verbünden?

Die Arbeiten zum Umbau des Schlosses Sonnenstein in Pirna zum Landratsamt sollen im Frühjahr 2010 voll durchstarten. Doch erst im November wird der Kreistag darüber entscheiden, wer die Sanierung wie realisieren soll. Die Frage, ob der Landkreis selbst baut oder mit einer Firma eine öffentlich-private Partnerschaft (PPP-Modell) eingeht, ist noch nicht entschieden. Zum einen prüft derzeit die Landesdirektion, welches der beiden Verfahren wirtschaftlich günstiger ist. Zum anderen hat der Kreistag dazu das letzte Wort.

Eine einheitliche Meinung gibt es dazu bei den Abgeordneten bisher nicht. Zwar hat eine Mehrheit des Kreistags im Dezember 2007 für das PPP-Modell gestimmt, doch vor allem Die Linke hat bis heute Zweifel. Deshalb gibt es – auf Antrag der Linken – am 30. September eine Veranstaltung zu diesem Thema, in der das Pro und Kontra eines PPP-Modells diskutiert werden soll. Gesprächspartner sind der Journalist, Autor und PPP-Modell-Skeptiker Werner Rügemer und Stefan Becker, der als Stadtrat in Potsdam PPP-Projekte begleitet hat und zudem Mitarbeiter in der ehemaligen PPP-Arbeitsgruppe des Bundes war.„Wir erhoffen uns eine differenzierte Betrachtung des PPP-Modells“, sagt Linke-Fraktionschef Falk Neubert. Hinterher soll keiner sagen können: Das habe ich nicht gewusst.Die Pro- und Kontra-Diskussion ist öffentlich. Sie findet am 30. September, 16 Uhr, in der Aula des Berufsschulzentrums Pirna-Copitz statt.